Erster Schultag!

Eigentlich habe ich ja gedacht, dass nach 13 Jahren irgendwann Schluss mit Schule ist. Und jetzt stehe ich wieder morgens in einem Schulgebäude, besser gesagt auf dem Schulhof/Sportplatz, und mache Sport. Aber halt, diesmal müssen alle auf mich hören. Das ist früher aber anders gelaufen…

 

 

 

Aber von Anfang an: Am letzten Mittwoch hat für die staatlichen Schulen in Namibia das 3. Term begonnen. Warum mittwochs? Keine Ahnung! Wir waren aber natürlich hoch motiviert zu früh in der Schule und besonders Vera war etwas aufgeregt (ihr Blog zitiert mich mit der Aussage, dass ich sie ein nervöses Frettchen genannt hätte. Davon distanziere ich mich natürlich ausdrücklich). Es war aber auf jeden Fall etwas aufregend und wir haben uns gefreut, dass es endlich losgeht. Da wir mittwochs vor allem 2.und 3. Klassen unterrichten haben wir ein paar lustige Spiele gespielt und danach den Spielplatz besuchtt, den unsere Vorgänger Nicola und Bene von ihren Spendengeldern gebaut haben. Die Kinder hatten auf jeden Fall Spaß und wir sie ein bisschen kennen gelernt. Am Donnerstag hatten wir sofort unseren „vollen Tag“ mit 6 Klassen, der Leichtathletik-AG und insgesamt 7 Stunden in der Schule. Irgendwie hatte ich das aus meiner eigenen Schulzeit noch entspannter im Gedächtnis. Auf jeden Fall haben wir auch mit den älteren Schülern erstmal mit Sportspielen begonnen. Die Schüler haben Spaß und wir können grundlegende Techniken vermitteln. In der Leichtathletik-AG am Mittag haben wir dann u.a. Weitsprung gemacht und ich war seit Jahren zum ersten Mal nicht der Schlechteste… Da wir am Wochenende ein Seminar in Windhoek hatten mussten Vera und ich nach der Schule direkt nach Hause, die gepackten Rucksäcke holen und uns ein Shuttle nach Windhoek suchen. Leider konnten wir dadurch nicht am Freitag in die Schule, die Schüler waren auch ganz traurig… (also wirklich :))

 

Das Seminar war aber dringend notwendig, um unsere Visa für das komplette Jahr zu besorgen. Also am Freitagmorgen früh hin…. Und erstmal warten. Warum sollte es hier besser als in Deutschland sein. Nachdem irgendwann die meisten Klarheiten beseitigt und einige Stunden vergangen waren, hatte ich endlich mein Visum! Genauso, wie ich es brauche. Damit steht den kommenden noch 12 Monaten (ich runde ab jetzt immer auf, sieht nach mehr aus) nichts mehr in Weg. Nachmittags hatten wir einen mehrstündigen Erste-Hilfe-Kurs, der viel altes Wissen aufgefrischt und auch neues gebracht hat. Achso, außerdem sind am Donnerstag auch die anderen ASC-Freiwilligen endlich in Namibia gelandet. War super nochmal mit allen ein paar Tage zusammen zu verbringen, bevor wir uns am Sonntag in alle Himmelsrichtungen (außer Osten) verstreut haben. Mal schauen, wie lange es dauert, bis wir uns wieder alle zusammen treffen. Wir haben die Tage genutzt und u.a. vom Dach des Hilton in Windhoek den Sonnenuntergang genossen.

 

Und es gibt eine weitere Neuigkeit: Da es mit Wasser in Windhoek etwas knapp ist und man für’s Kanufahren eben dieses braucht, ist das Projekt von Lena bisher etwas ins Trockene gefallen (oder so ähnlich…). Vielleicht dachte auch der ASC, dass wir Küstenbewohner mit 4 Leuten nicht genug sind. Auf jeden Fall wohnt Lena jetzt (erstmal) bei uns und aus einer fröhlichen 2er-WG ist eine noch fröhlichere 3er-WG geworden. Platz haben wir und Arbeit kann man sich ja suchen :) Irgendwie sieht sie aber noch nicht ein, von uns die Klassen von 7 – 10 Uhr zu übernehmen. Das wäre eine große Hilfe. Morgens kann es hier echt kalt sein :)

 

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