Letzte Wochen

Flamingos in der Lagune von Walvis Bay
Flamingos in der Lagune von Walvis Bay

Seit meinem letzten Post sind mittlerweile einige Wochen vergangen. Wie die Zeit doch vergeht… Daher möchte ich euch einen kurzen Überblick über die letzten Wochen geben. In den nächsten Wochen schreibe ich dann irgendwann die versprochenen Einträge über die verschiedenen Projekte, die wir hier machen. Da es aber vielleicht bald mehr zu erzählen gibt, warte ich damit noch etwas.

 

 

 

An unseren Wochenenden unternehmen wir verschiedene Dinge. Vor einigen Wochen waren wir beispielsweise in Walvis Bay und haben uns die Lagune angeschaut. Um ins 30 min entfernte Walvis Bay zu kommen haben wir uns in Swakop an die Straße gestellt und nach einer Mitfahrgelegenheit gesucht. Nach wenigen Minuten hat eine Frau angehalten und uns mitgenommen. Nach einem netten Gespräch bot sie uns eine Stadtrundfahrt durch Walvis Bay an, die wir dankend angenommen haben. Sie zeigte uns die verschiedenen Ecken der Stadt, auch wenn diese wirklich nicht viel zu bieten hat. Immerhin haben wir viele Flamingos und die schöne Lagune gesehen.

 

 

Am Montag danach kam der Schuldirektor zu uns und hat gefragt, was wir am Wochenende vorhaben. Wir sagten ihm, dass wir nach Rehoboth fahren wollen. Daraufhin meinte er, dass das schlecht sei, da einer von uns am Wochenende mit nach Etosha auf einen Schulausflug fahren dürfte. Wir haben uns natürlich sehr gefreut, aber leider durfte nur eine Person mit. Auch wenn es mir schwer gefallen ist habe ich nach kurzem Überlegen Vera den Vortritt gelassen. Immerhin war ich vor 3 Jahren bereits während meines Urlaubs in Etosha. Auf der anderen Seite ist es natürlich komplett was anderes, wenn man als Lehrer mit 58 Schülern und anderen Lehrern unterwegs ist. Wäre bestimmt ein beeindruckendes und spannendes Wochenende gewesen. Vor allem da Vera im Anschluss viele Bilder und spannende Geschichten „im Gepäck“ hatte. Dadurch, dass Vera bereits am Donnerstag gefahren ist, musste ich Donnerstag und Freitag alleine unterrichten. Da wir an diesen Tagen meine „Lieblingsklassen“ haben, war ich nicht wirklich glücklich. Gerade Donnerstag unterrichten wir eine 6. und eine 7. Klasse, die jeweils einige Chaoten haben. Dementsprechend ist der Unterricht dann auch geworden. In der einen Klasse sind die Schüler fröhlich Strafrunden gelaufen, nachdem sie nicht gehört haben und dadurch die Spiele nicht geklappt haben. In der letzten Stunde ist dann ein Schüler komplett durchgedreht. Die anderen Schüler meinten zwar dass er öfter komplett durchdreht, aber ich konnte ihn natürlich nicht seine Mitschüler schlagen lassen. Zum Glück war er deutlich kleiner und ich bin auch stärker. Ich habe ihn abhalten können und dann in den Klassenraum geschickt. Ein Glück für ihn ist, dass der Schuldirektor davon nichts weiß. Das wäre nicht sehr gut für ihn ausgegangen.

 

 

 

Am letzten Mittwoch war „World Teachers Day“. Daher war an den staatlichen Schulen schulfrei. So hatten auch wir am Vormittag frei. Wir mussten aber nicht lange überlegen und haben von 8 bis 12 Uhr neben dem Schulgelände Spiele und viele Partien Fußball gespielt. Ich war die meiste Zeit als Schiedsrichter gefragt, auch wenn Schüler wirklich fair, aber mit einem sehr eigenwilligen Verständnis von Regeln, spielen. Als wir um kurz nach 12 Uhr gegangen sind, waren viele der Schüler enttäuscht. Sie wollten gleich wissen, wann wir wieder kommen. Das hat uns natürlich sehr gefreut, vor allem auch, da ungefähr 50 Kinder da waren. :)

 

An diesem Wochenende war in Swakop einiges los. Samstag war hier sogar ein Volksfest/Oktoberfest beim SFC. Auch wenn es sicher nicht dem in München entsprochen hat war es lustig und ich habe mit einigen anderen Freiwilligen einen schönen Tag verbracht. Da muss ich wohl erst nach Namibia, um zum „Oktoberfest“ zu kommen.

 

 

 

Nachdem ich jetzt irgendwie schon seit 2 Monaten hier bin (ich war auch etwas erschrocken), sind wir aktuell am Überlegen, wie wir unsere Projekte verändern und verbessern können. Aber lasst euch überraschen, was wir vorhaben. Leider scheint es mit dem Wurftraining nichts zu werden, da es vom Verein einen eigenen Wurftrainer gibt und ich fast nur Krafttraining machen darf… Außerdem gibt es jetzt ein eigenes Leichtathletiktraining einer der großen Privatschulen, von der viele unserer Kinder kommen. Dadurch werden unsere Trainingsgruppen vermutlich erstmal kleiner.

 

 

 

Aber mal schauen, was die Zukunft bringt. :)

 

 

 

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