Urlaub!

Unser Auto (1. von links) in einer Reihe mit anderen Offroad-Spezialisten
Unser Auto (1. von links) in einer Reihe mit anderen Offroad-Spezialisten

Es hat etwas länger gedauert, aber nun habe ich es geschafft. Der Blogeintrag ist fertig! Viel Spaß beim Lesen. Und allen natürlich nochmal ein schönes neues Jahr!

 

 

 

Nachdem ich bis Weihnachten gearbeitet hatte, begann am 27. Dezember mein Urlaub. Zusammen mit Vera, Philina (ASC Freiwillige in Rehoboth) und Pia (Freiwillige in Windhoek) ging es in den Süden Namibias. Ich war richtig froh, endlich abschalten zu können. Nachdem alles gepackt war und sogar irgendwie ins Auto gepasst hat, sind wir über Walvis Bay Richtung Solitair/Sossusvlei gefahren. Nach der Hälfte der Strecke haben Philina und ich getauscht. Zum ersten Mal in Namibia und das erste Mal mit Automatik bin ich Auto gefahren. In den letzten 5 Jahren bin ich immer nur mit Schaltung gefahren (macht auch viel mehr Spass). Also auf die Schotterpiste und los. Es hat schon einen Grund, dass die Straße zwischen Walvis Bay und Sossusvlei zu den schlechtesten im Land zählt. Das Wellblech (die Schotterstrasse hat viele kleine Hubbel, die das Auto hüpfen lassen) war schrecklich. Teilweise sind wir mit 10 – 20 km/h geschlichen, da das Auto nicht schneller wollte. Nach einigen Stunden sind wir in Solitair angekommen. Eine Tankstelle, eine Lodge und eine Bäckerei, was braucht man mehr? Laut eigener Aussage gibt es dort den besten apple pie im südlichen Afrika. Soweit würde ich zwar nicht gehen, aber er war trotzdem lecker. Im Anschluss sind wir nach Sossusvlei gefahren.

 

 

 

Da wir keinen Campingplatz reserviert hatten, haben wir einen Baum zugeteilt bekommen. Schnell das Zelt aufgebaut und dann sind wir auf die Düne Elim zum Sundowner gefahren. Die Gegend um Sossusvlei ist so beeindruckend. Und im Licht der untergehenden Sonne möchte man nirgendwo anders sein. Nachdem die Sonne weg war sind wir zurück zum Camp und haben gebraait. Wir sind früh schlafen gegangen, da für den nächsten Tag der Wecker noch im Dunklen geklingelt hat.

 

So früh mussten wir aufstehen, um rechtzeitig zur Düne 45 zu kommen. Da wir innerhalb des Nationalparks gecampt haben, durften wir bereits 1 Stunde vor Sonnenaufgang losfahren (alle andere müssen bis zum Sonnenaufgang warten). Dadurch standen wir circa 15 Minuten vor dem Sonnenaufgang auf Düne 45. Leider auch über 40 andere Touristen, die mit Bussen gekommen waren. Das hat die Stimmung etwas kaputt gemacht. Trotzdem war es super Erlebnis. Es ist sooo schön dort. Als wir uns halbwegs satt gesehen hatten, sind wir zurück zum Auto und haben erst einmal gefrühstückt. Alles war super, nur ein aufdringlicher Rabe hat sein Unwesen getrieben. Wir haben ihn immer rechtzeitig vertrieben, bei anderen Besuchern saß er aber irgendwann im Kofferraum und hat nach Essen gesucht. Nach dem Essen ging es schnell wieder ins Auto und ab zu den großen Dünen im Inneren des Nationalparks. Zuerst sind wir mit einem überteuerten Shuttle zum Dead Vlei gefahren. Eine der größten/die größte Düne in der Gegend ist Big Daddy. Als Sportfreiwillige mussten wir da natürlich hoch. Oben angekommen hat sich dasselbe Bild geboten, wie auf Düne 45. Touristen soweit das Auge reicht. Als ich vor 3,5 Jahren mit meinem Vater auf Big Daddy war, waren wir fast die ganze Zeit alleine. Liegt es an der Reisezeit oder ist die Düne mittlerweile bekannter? Wer weiss... Auf jeden Fall hat mir die Ruhe gefehlt. Immerhin konnte man so viele kleine Geschichten aufschnappen. Ein Mann hat seiner Freundin dort oben einen Heiratsantrag gemacht.... Aus Mitleid hat sie ihn angenommen :) Außerdem gab es noch etwas, was mich als Deutschen besonders trifft: Wenn man nach Namibia kommt (egal wo, aber in Swakop ist es besonders unpassend), muss man nicht die ganze Familie im einheitlichen Safari-Look ausstatten. Auf der Düne stand auf einmal eine deutsche Familie mit 2 Kindern, alle hatten folgendes an: Bergschuhe (ok, kann man in Sossusvlei machen. NICHT in Swakop!), graue Safarihose, dunkelgrünes Hemd, beige Weste, grauen Sonnenhut... Nicht einmal für unterschiedliche Farben hat es gereicht. Sah auf jeden Fall lustig aus, auch wenn ich gerne für 5 Minuten meine Staatsbürgerschaft gewechselt hätte.

 

Im Anschluss sind wir die Düne zum Dead Vlei heruntergerannt. Hoch braucht man circa 45 Minuten, runter maximal 3. Das Dead Vlei besteht aus einer Salzkruste. Es gibt einige vertrocknete Bäume, die dort seit vielen Jahren stehen. Wir sind dann zurück zum Shuttle gelaufen und noch nach Sossusvlei gefahren, dem Namensgeber der ganzen Touristenattraktion.

 

Da wir müde waren und die Mittagshitze brannte, sind wir aber schnell zurück zum Auto und dann zum Camp. Nach einiger Erholung ging es dann zum Schloss Duwisib, genauer zur Duwisib Guest Farm. Die Straße dorthin war noch schlechter als die vom Vortag. Einige Male hatte ich wirklich Angst um unser Auto. Aber wir haben es geschafft! Die Besitzer der Farm sind sehr nett und da der Campingplatz recht voll war, durften wir an einem Bungalow campen und die Küche nutzen. Aber zuerst haben wir den Pool belagert. Aktuell ist Sommer in Namibia und eine Abkühlung ist nie falsch. Da wir am nächsten Tag nicht so viel vorhatten, konnten wir schlafen bis die Sonnenstrahlen uns geweckt haben. Anstatt das Zelt aufzubauen haben wir einfach auf der Terrasse des Bungalows geschlafen.

Nachdem wir gemütlich in den neuen Tag gestartet waren, besuchten wir das Schloss Duwisib. Hans-Heinrich von Wolf hat es 1908/9 erbaut und nur wenige Jahre darin gelebt. Dann ist er im 1. Weltkrieg gefallen. Wie man auf die Idee kommt, ein solches Schloss in die Einöde Namibias zu stellen, erschliesst sich mir bis heute noch nicht. Trotzdem ist es schön anzuschauen. Unsere Fahrt ging weiter nach Helmeringhausen. Eine Straße, ein Restaurant, ein Laden, eine Tankstelle und wenige Häuschen. Weltstadt... Aber es gab Bratwurst zum Mittagessen. Die hat richtig gut geschmeckt. Satt und mit Einkäufen versorgt sind wir weiter zur Namtib Lodge, genauer dem Little Hunters Restcamp, gefahren. Mitten im Nirgendwo, vielleicht auch noch 10 km weiter, liegt dieser schöne Campingplatz im Süden der Tirasberge. Außer wenigen anderen Campern gab es nur Wildpferde und Wind, sehr viel Wind! Der Sonnenuntergang war, wie überall in Namibia, wunderschön. Unser Problem an diesem Abend war nur, dass wir vor dem Urlaub einen Gaskocher gekauft haben. Im Laden hat der Chef persönlich die notwendigen Gasbehälter herausgesucht. Dummerweise halt die falschen... Wir konnten uns also keine Nudeln mit Tomaten-Käse-Soße machen. Es gab Müsli...

Die Landschaft um Aus läd zum MTB fahren ein
Die Landschaft um Aus läd zum MTB fahren ein

Am nächsten Morgen sind wir dann ganz früh aufgestanden, haben gepackt und sind los. Ziel: Mountainbiken in Aus. Vor Ort waren wir vor allem von der Freundlichkeit des Personals beeindruckt. Wir sind gegen 10 Uhr losgefahren, hoch motiviert und manche mit etwas wenig Wasser ausgestattet. Am Anfang musste ich mich erstmal an das Mountainbike gewöhnen. Diese Federung. Und gut funktionierende Bremsen. Bin ich aus Swakop alles nicht gewöhnt :) Anfangs sind wir in einer großen Kurve in das MTB-Paradis um Klein Aus Vista reingefahren. Irgendwann waren wir dann mitten in den Hügeln. Eine beeindruckende Landschaft. Ich bin dann noch kurz auf einen Aussichtspunkt geklettert, dann ging es zurück über eine anspruchsvollere MTB Strecke. Vor allem die Hitze hat uns zu schaffen gemacht. Als wir am Ziel angekommen sind waren wir alle ziemlich kaputt und haben uns ein paar kühle Getränke genehmigt. Im Anschluss sind wir Richtung Lüderitz gefahren, mit einem kurzen Zwischenstopp in Garub. Dort kann man manchmal die Wüstenpferde bestaunen. Wir sahen aber nur ein Pferd weglaufen. Angekommen in Lüderitz sind wir erstmal müde ins Bett gefallen.

 

Am letzten Tag des Jahres sind wir morgens nach Kolmanskop gefahren. Vor über 100 Jahren gegründet war diese Kleinstadt ein Zentrum des Diamantenabbaus in Namibia. Damals konnten Diamanten vom Boden aufgesammelt werden, es musste nicht einmal danach gegraben werden. Heute ist die Suche im Diamantensperrgebiet strengstens verboten, Kohlmanskop eine Geisterstadt. Es ist aber sehr beeindruckend, welche Technologien dort genutzt wurden und wie fortschrittlich die Stadt ausgestattet war. Jedes Haus hatte einen Kühlschrank (in der Wueste sehr sinnvoll), das Eis dafür wurde in einer Fabrik direkt vor Ort hergestellt. Außerdem gab es eine Bäckerei, eine Metzgerei, einen großen Laden und ein riesiges Krankenhaus. Was will man mehr? Aufgrund des heißen trockenen Wetters und der Instandhaltung durch die Minengesellschaft ist Kohlmanskop bis heute in einem recht guten Zustand erhalten (wenn man vom Sand in den meisten Häusern mal absieht). Nach dem Besuch dieser Geisterstadt haben wir uns der etwas lebendigeren Stadt Lüderitz zugewandt. Der Hafen kann zwar nicht mit Swakop mithalten, aber ist trotzdem ein schöner Fleck zum Entspannen. In der Nähe des Hafens ist ein kleines Cafe mit sehr sehr sehr leckeren Brötchen. Diese Käsebrötchen... Auf jeden Fall ein kulinarischer Höhepunkt unserer Reise. (Der Kuchen war aber auch sehr gut) Danach sind wir durch die Stadt gelaufen. Lüderitz ist sicher keine Weltstadt, hat aber seinen charm. Besonders schön ist, dass alle Häuser in unterschiedlichen Farben angemalt sind. Von einem Aussichtspunkt über dem Goerke Haus kann man die ganze Stadt bewundern. Und man wird weggeweht. Lüderitz ist noch viel windiger als Swakop. Ich dachte eigentlich nicht, dass das möglich ist… Trotzdem wollte ich den Aussichtspunkt nicht verlassen. Im Anschluss haben wir das Goerke Haus besucht. Es steht im Reiseführer und man muss mal dagewesen sein, aber ein paar Räume mit Möbeln finde ich auch in unserer Wohnung in Swakop. Deren Bewohner sind aber vielleicht geschichtlich nicht so bedeutend. Noch nicht :) Sehr schön war aber die Felsenkirche, die wir im Anschluss besucht haben. Klein aber fein. Danach haben wir überlegt, wo und wie wir Silvester feiern wollten. Erst war geplant in einer Bar zu feiern, es hat sich aber als eine ü40 Party herausgestellt. Daher sind wir zum Hafen gelaufen und haben in einem Restaurant lecker zu Abend gegessen. Danach sind wir zurück zur Bar, um Gleichgesinnte für eine schöne Silvesterparty zu finden. Bereits am Vortag haben wir zwei Österreicher kennengelernt, die eine Weltreise machen. Zusammen mit ihnen haben wir beraten, wie der Abend weitergehen kann. Im Endeffekt standen wir um 24 Uhr (23 Uhr deutscher Zeit) am Agate Beach und haben mit einem kleinen Feuerwerk das neue Jahr begonnen. Netterweise hatten uns ein paar Einheimische mitgenommen. Leider sind durch den Wind die Raketen eher an die Seite als nach oben geflogen... Danach sind wir alle noch mit den Beinen ins gefühlt 10 Grad warme Wasser gegangen, brrrr.

 

Das neue Jahr hat für mich mit einer langen Autofahrt zum Fish River Canon begonnen. Wir haben am Canon Road House übernachtet. Der Campingplatz dort ist sehr schön. Leider etwas nass... der gesamte Süden Namibias ist eigentlich eine Wüste oder wüstenähnlich. Aber natürlich regnet es, sobald ich dort auftauche (In Swakop hat es nur ein Mal richtig in den letzten Monaten geregnet, daher mein zweites Mal Regen in Namibia). Gewitter, Wind und Regen haben die Nacht unvergesslich gemacht. Aber braaien kann man immer und das Naturspektakel war schön anzusehen. Nur unser Zelt war nicht regenfest, daher hat es in der Nacht reingeregnet. Dummerweise stand das Zelt nicht gerade und das ganze Wasser ist auf meine Seite gelaufen... Nasser Schlafsack, die ganzen Klamotten feucht und die Isomatte ist fast geschwommen. Aber zum Glück trocknet hier alles schnell.

Am nächsten Morgen hat es immernoch leicht geregnet. Wir haben also alles schnell eingepackt und sind zum Fish River Canon gefahren. Überall waren Pfützen und kurz vor dem Camp Hobas lief sogar ein kleiner Fluss über die Straße. Für das trockene Namibia ist das eine super Sache und für uns war es auch schön anzusehen. Unser erstes Ziel des Tages war der Fish River Canon. Nach dem Grand Canon in den USA der zweitgrößte Canon der Welt. Ich fand ihn aber 100 Mal beeindruckender. Vom Hauptaussichtspunkt kann man nämlich ohne Probleme bis zum Fluss am tiefsten Punkt schauen. Dadurch kann man sich den Höhenunterschied zwischen Rand und Fluss viel besser vorstellen. Ich war sehr beeindruckt. Wir sind noch zum Einstieg des Wanderwegs durch den Canon gefahren. Dort habe ich mich hingesetzt und einfach mal die unglaubliche Weite und die wunderschöne Landschaft genossen. Namibia ist ein tolles Land!

 

 

Relativ kurzfristig hatten wir uns noch entschieden, nach Ai-Ais zu den warmen Quellen zu fahren. Da es in dieser Ecke Namibias nicht so viele Sehenswürdigkeiten gibt, kann man das mal machen. Für mich ist es aber eher ein heruntergekommenes Ressort mit ein paar warme Pfützen. Vielleicht wollen sie aber auch alles zerfallen lassen und dann in einigen Jahren eine Ruinenstadt vermarkten :) Sehr schnell sind wir weiter gefahren. Unser nächstes Ziel: Der Orange. Seines Zeichens Grenzfluss zu Südafrika. Also haben wir uns den Weg weiter bis in die Nähe von Noordoewer gekämpft. Wir hatten bereits einige Monate zuvor bei Amanzi Trails unsere Tour gebucht. In Lüderitz haben wir dann noch erfahren, dass die beiden Österreicher auch bei unserer Tour dabei sind. Etwas bedenken hatte der Veranstalter nur, weil der Orange sehr wenig Wasser hatte. Alle anderen Veranstalter hat das wohl nicht gestört, unseren schon. Er hat selber sein Herz vor sehr vielen Jahren an den Kanusport verloren und möchte diesen Spaß seinen Kunden vermitteln. Daher hat er uns vorgewarnt, dass die Stromschnellen teilweise so wenig Wasser haben, dass die Boote darüber geschoben werden müssen. War uns aber egal. Einmal in Noordoewer angekommen konnte uns nichts mehr stoppen. Am nächsten Morgen sind wir dann zu sechst mit zwei Guides gestartet. Die Gruppengröße war echt super. Wir haben uns alle gut verstanden und an Stromschnellen gab es eigentlich nie Stau (ein Problem bei größeren Gruppen). An dieser Stelle muss ich nochmal ausdrücklich Amanzi Trails an alle empfehlen, die auf gutes Essen nicht verzichten wollen. Was unsere Guides Chris und Augustinus jeden Tag für uns gekocht haben...lekker. Frühstück, Mittagessen, Kaffee/Tee und Abendessen, hungern mussten wir nicht.

Jeden Tag sind wir ungefähr 16 bis 18 Kilometer gefahren. Für mich als sportlich motivierten Menschen etwas wenig. Ich saß mit Philina in einem Boot und wir haben dann auch mal in entgegengesetzte Richtungen gepaddelt oder uns in minutenlangen Wasserschlachten ausgetobt. Zwischenzeitlich sind wir dann schwimmen gegangen. Die Abkühlung war immer sehr angenehm, da die Temperaturen an manchen Tagen bei circa 40 Grad lagen. Die Sonne hat dazu gebrannt und fast jeder hatte bereits am ersten Tag einen Sonnenbrand. Am zweiten Tag habe ich dann auch den Sinn von Schwimmwesten erkannt. Ich habe mich in den Paddelpausen einfach ins Wasser gelegt und mich treiben lassen. Dann bin ich wieder 30 Meter der Fluss hochgeschwommen, um dann wieder eine Runde zu entspannen. Ich hätte das tagelang machen können (habe ich auch...). Am letzten Tag waren wir noch an einem Felsen, von dem man in den Fluss springen konnte. Es waren zwar nicht die 5 bis 10 Meter, die unser Guide angekündigt hatte, aber immerhin 3 bis 4 Meter. Leider war zeitgleich noch eine andere Gruppe da, wodurch ziemlich viele Leute den Felsen belagert haben. Übernachtet haben wir immer direkt am Fluss. Ich habe fast jeden Tag im Zelt, beziehungsweise unter dem Insektenschutz vom Zelt geschlafen. Den Sinn vom Schlafen unter dem Sternenhimmel habe ich nicht erkannt, da ich beim Schlafen meine Augen zu habe ;)

 

Die Landschaft am Orange ist wirklich beeindruckend. Von einer gewissen Entfernung kommt man nicht auf die Idee, dass dort Wasser sein könnte. Überall ist es sandig oder steinig, keine Büsche, kein wirkliches Leben. Nur direkt am Wasser ist alles grün, alles lebendig. Dort stehe einige der größten Obstfarmen des Landes, bewässert nur durch den Fluss (kein Wunder, dass wir sehr wenig Wasser zum Paddeln hatten). Am Fluss stehen überall Bäume und eine Unmenge an Vögeln fliegt umher. Wunderschön!

 

 

Leider ging die Tour irgendwann zu Ende. Gleichzeitig bedeutete dies auch das Ende unseres Urlaubs. Die letzte Nacht verbrachten wir noch im Camp von Amanzi. Am nächsten Morgen haben wir dann alles gepackt und sind auf unsere lange Fahrt nach Rehoboth gestratet. Einen kurzen Zwischenhalt haben wir in Keetmanshoop eingelegt. Dort gibt es den Köcherbaumwald und den Giants Playground. Zwei wirklich beeindruckende Orte. Bei Köcherbaumwald stehen mitten in der Wüste diese imposanten Bäume in einer so grossen Anzahl herum, dass es wirklich wie ein Wald aussieht. Beim Giants Playground hat sich über die Jahrtausende ein Haufen aus Steinen gebildet, der wie künstlich erstellt aussieht. Abgrundete Steine liegen direkt aufeinander, ein Mensch hätte es nicht besser bauen können. Ich vermute ja immer noch, dass nachts die Farmarbeiter mit einem Kran am Werk sind. Nach diesem kurzen Zwischenstop sind wir weiter nach Norden. An dem Tag sind wir insgesamt circa 700 Kilometer gefahren. Für deutsche Verhältnisse eine Weltreise, in Namibia irgendwie normal... Abends haben wir uns noch kurz von Philina eine Rundfahrt durch Rehoboth geben lassen und sind danach am Oanob Damm essen gegangen. So viel Wasser auf einem Fleck in Namibia findet man nur selten. Trotzdem ist der See, wie fast alle Stauseen in Namibia, fast leer. Auf jeden Fall war es ein würdiger letzter Abend. Am nächsten Morgen haben Vera und ich unsere Sachen gepackt und sind mit einem Shuttle zurück nach Swakop gefahren. Der Urlaub musste leider zu Ende gehen, da das neue Schuljahr am 11. begonnen hat.

 

In Swakop hat dann wieder mein Bett auf mich gewartet. Das Campen im Urlaub war super, meine Isomatte aber nicht. Nachts war es immer recht unbequem.

 

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