Wettkämpfe!

Es ist Leichtathletiksaison! Das heißt: Viel Arbeit!

 

 

 

Hier sind erstmal ein paar Bilder von unserem interhouse:

 

Nach dem Schulwettkampf vor drei Wochen hat Mr Matthews, der Sportkoordinator der Festus !Gonteb PS, 27 Sportler aus den Klassen U10 bis U13 für die zonals ausgewählt. Im Gegensatz zu anderen Schulen haben wir nur Schüler angemeldet, die zumindest die Chance auf die Endkämpfe hatten. Diese haben Vera und ich dann an 5 Nachmittagen trainiert. Leider sind nicht immer alle Kinder da gewesen, aber immerhin waren viele sehr motiviert. Am vorletzten Samstag war es dann so weit. Alle Athleten sollten um 7:30 Uhr im Stadion sein, da zu dieser Zeit auch der offizielle Beginn des Wettkampfes war. Aber Namibia, was soll ich sagen… Bis auf zwei Athleten waren alle immerhin rechtzeitig zu ihrer Disziplin da. Und der Wettkampf hat auch erst gegen 8:30 Uhr begonnen. Aber immerhin. Die ersten Wettkämpfe waren die Langstreckenläufe über 1200m und 1500m. Und wir waren gleich erfolgreich! Unsere Athleten haben die Distanz dominiert :) Ich war richtig stolz auf unsere Athleten. Immerhin waren Schulen aus Swakopmund, Walvis Bay und Henties Bay und darüber hinaus anwesend. Mit ihren Leistungen hat sich ein Mädchen sogar für die regionals am 10./11. März qualifiziert. Im Anschluss standen die Vorläufe über 100m auf den Plan. Die Organisatoren haben alle Altersklassen auf einmal aufgerufen. Knapp 200 Kinder saßen also in ihre Läufe eingeteilt auf dem Rasen und haben gewartet. Die Jungs U13 circa 45 Minuten. Sie durften auch nicht aufstehen oder so. Sehr schlaue Idee… Unsere Sprinter waren alle gut dabei, aber nur einer hat sich für das Finale qualifiziert. Bei den späteren 80m Läufen sind vor allem unsere jungen Läufer gut gesprintet. Unsere Fans waren aber auch die besten!

 

Danach kamen die verschiedenen technischen Disziplinen. Unsere Schule hat keine Schüler für Hochsprung, Diskus und Speer gemeldet. Wir haben einfach nicht die Möglichkeiten an der Schule :( Dafür haben wir Weitspringer und Kugelstoßer gemeldet. Der Weitsprung lief ganz gut. Viele unserer Schüler kamen in den Endkampf und immerhin haben wir einen zweiten Platz gemacht. Im Kugelstoßen haben wir auch eine Silbermedaille bekommen, leider war es aber insgesamt nicht so erfolgreich. Die Kampfrichter haben Regeln sehr „interessant“ ausgelegt und dadurch haben einige Schüler keinen einzigen gültigen Versuch bekommen. Außerdem wurde kurzfristig vom Kampfgericht festgelegt, dass jeder im Vorkampf nur 2 Versuche hat. Die Leidtragenden waren leider die Sportler.

 

Am Ende des Wettkampfes kamen dann wieder längere Strecken dran. Nach den Erfolgen auf der längeren Strecke erhofften wir uns auch über 800m gute Chancen. Und wir lagen richtig. Wir haben weitere Siege geholt und unsere Sportler waren in den meisten Rennen vorne dabei. Besonders Rebecca, eine U13 Läuferin, holte ihren zweiten Sieg. Sie wird sicher bei den regionals starten. Eine unserer Hoffnungen für die nächsten Wettkämpfe.

 

Insgesamt hatte ich sehr viel Spaß bei dem Wettkampf. Wenn man weder die Einhaltung von Zeitplänen noch eine perfekte Kampfrichterleistung erwartet, wird man auch nicht enttäuscht. Dieses Wochenende sind dann die regionals und ein paar unserer Athleten sind wieder dabei. Mal schauen, wie wir dort abschneiden.

 

Am letzten Samstag waren im Dome die Dome Olympics. Das ist eine Sportveranstaltung, bei der der Spaß eine große Rolle spielt. Mannschaften müssen aus 4 bis 8 Mitgliedern bestehen. Es gab insgesamt 10 Stationen zu bewältigen, an jeder Station haben 4 Teammitgliedergespielt und die Zeit wurde gestoppt. Alle Einzelzeiten wurden addiert und nach der Gesamtzeit die Sieger bestimmt. Es gab folgende Disziplinen: Tischtennis-Rundlauf (jeder musste denn Ball 4 mal Spielen, dann wurde die Zeit angehalten); ein Parcours aus Fußball-Dribbeln, Basketball werfen und Hockey-Dribbeln; Kraftübungen; Hockey (auf das Tor schießen und anschließend dribbeln); Medizinball-Staffel; Auto ziehen (ja, ein echtes Auto); Rudermaschine; Volleyball; Parcours durch die Gymnasikhalle; eine Art Boule. Wir haben zwei Stationen sogar gewinnen können. Insgesamt hat es aber nur zum 2. Platz gereicht, aber immerhin haben wir einige Teams geschlagen :)

 

Kurz vor dem Event wurde uns mitgeteilt, dass wir auch ein Schulteam stellen können. Kurzfristig haben wir die Kassenlehrer der Stufe 7 jeweils 3 Schüler aussuchen lassen, die dann für Festus !Gonteb antreten durften. Sie hatten auf jeden Fall Spaß, sind aber leider nur 4. in der Jugendwertung geworden. Immerhin haben sie bunte Hüte als Trostpreis bekommen.

 

 

 

Gestern gab es dann noch ein weiteres Highlight für alle Swakopmunder. Der Swakop, der weltberühmte Fluss von Swakopmund, hatte Wasser. Ok, vielleicht ist er nicht weltberühmt und das Wasser ist noch nicht in Swakopmund angekommen, aber trotzdem war (fast) ganz Swakopmund auf den Beinen. Der Swakop ist ein Trockenfluss, der nur circa alle 5-7 Jahre Wasser führt. Nur wenn es im Inland seeeeehr viel regnet, kommt irgendwann auch Wasser in Swakopmund an. Vorher muss es noch hunderte Kilometer durch die Wüste fließen. Ich habe das Glück, dass es in diesem Jahr sehr viel regnet. In Deutschland würden sich alle beschweren, hier herrscht Feierlaune. Namibia braucht das Wasser und zwar dringend. Mich hat gestern Basti angerufen und gesagt, dass der Swakop circa 20 km vor Swakopmund ist. Ich hatte 20 Sekunden um auf die Straße zu rennen und in sein Auto zu springen. Zu fünft sind wir dann, wie gefühlt alle Swakopmunder, zum Swakop gefahren. Erst kam ein kleines Rinnsal auf uns zu, innerhalb von Minuten war das ganze Flussbett mit Wasser gefüllt. Und alle Swakopmunder sind mit ihren 4x4 vorneweg gefahren. Wie die kleinen Kinder :) Jeder musste auch mindestens bis zu den Füßen in die braune Brühe rein. Andere sind gleich komplett untergetaucht. Es ist schon erstaunlich, dass zuletzt vor 5 Jahren Wasser an dieser Stelle geflossen ist. Nun hoffen alle, dass der Swakop in den nächsten Tagen auch das Meer erreicht. Dann, so wurde mir erzählt, fällt zumindest an den Privatschulen der Unterricht aus und alle Eltern fahren mit ihren Kindern zum Fluss :) Es wäre super, wenn ich das auch noch erleben dürfte.

 

Die Begeisterung für der Swakop macht mir nur noch mehr deutlich, wie sehr die Menschen in Namibia vom Wasser abhängig sind/von einer guten Regenzeit. Jeder Tropfen wird im Radio gefeiert. Zum Glück regnet es in diesem Jahr so viel, dass viele Dämme mittlerweile gut gefüllt sind. Dann reichen die Wasserreserven wieder einige Zeit.

 

 

 

Und damit genug von Regen. Wir haben eigentlich jeden Tag Sonne und blauen Himmel. Wie sieht es in Deutschland aus? :)

 

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