Paddeln und Fun Day

Am 14. Juli bin ich nach einer stressigen Woche an der PSS (Private School Swakopmund) mit dem Shuttle nach Rehoboth gefahren. Schon lange geplant, hat es sich endlich angeboten den Trip zu machen. Freitagabend haben wir den Geburtstag von Dominique gefeiert, die im August für ein Jahr nach Deutschland geht als Freiwillige des ASC Göttingen von 1846 e.V. Die Feier war sehr schön und wir haben alle Geheimnisse über Deutschland verraten ;)

Samstagmorgens war der Big Walk von Lenas Schule. Alle Kinder durften/mussten circa 2 km durch Rehoboth laufen. Der Endpunkt war das Stadion der Schule, echt beeindruckend. Das Stadion in Mondesa, welches wir für unser Leichtathletiktraining nutzen, ist schlechter ausgestattet. Auf dem Sportplatz gab es viel zu essen und ein paar Schulen haben Rugby gegeneinander gespielt. Ein entspannter Morgen.

 

Später ging es dann an den Oanob Damm. Das Bootshaus, an dem Lena und Jasper arbeiten, wurde offiziell eröffnet. Viele Ruderer/Kanuten aus Namibia waren da. Vor dem offiziellen Teil musste ich aber weg, um einen Handwerker im Haus von Lena und Jasper zu besichtigen. Dafür ging es am Sonntag wieder an den Damm. Lena (und Dominique) haben ein Kanucamp organisiert. Ein bisschen Sport, paddeln und viel Spaß… Wir haben die 16 Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine war immer mit Lena paddeln, während ich mit den anderen Kraft- und Fitnesstraining gemacht habe. Trotz einiger Beschwerden waren die Kinder motiviert. Beeindruckend war, dass ein paar der Kinder erst seit wenigen Wochen gepaddelt haben und teilweise noch nicht sehr gut schwimmen konnten, aber schon fröhlich und unfallfrei gepaddelt haben. Später gab es dann Sandwiches zum Mittagessen. Ein paar Kinder haben sich um (fast) alles gekümmert. Danach sind wir dann alle zum Wasser. Paddeln und Schwimmen war angesagt. Daher saß ich zum ersten Mal in einem kleinen Paddelboot. Und ich kann sagen, ich habe den Test bestanden. Ich bin nicht in den See gefallen und konnte sogar ein paar Wurfübungen fürs Kanupolo machen. Die Kinder waren auch nicht viel besser ;) Nur die Kälte vom Wasser hat uns allen etwas zu schaffen gemacht. Die Kinder haben um die Wette gezittert…

 

Abends sind Jasper und Lena dann noch umgezogen. Es war sehr kurzfristig und hat sich erst mittags entschieden. Daher haben wir abends alles schnell ins Auto gepackt und haben mehrere Fuhren durch Rehoboth gefahren. Also ist jetzt auch „Umzug in Rehoboth“ von meiner to-do-Liste gestrichen ;)

 

Montagmorgen bin ich dann gemütlich mit dem Shuttle zurück nach Swakopmund. Wie ich diese stundenlangen Fahrten durch die Wüste vermissen werde. Wirklich! Man schaut aus dem Fenster und da ist nichts. Gar nichts! Einfach Sand und ein bisschen Gestrüpp. Wie werde ich das in Deutschland vermissen…

 

 

 

Am folgenden Wochenende haben wir dann einen Spieletag an der Schule gemacht. Meine ursprüngliche Idee, Fotos für meine Spielesammlung zu machen, wurde aber etwas beeinträchtig. Irgendeins der Kinder (ich habe zwei Verdächtige ;) ) hat alle meine Bilder gelöscht. Insgesamt waren es über 100… Naja. Wir hatten trotzdem viel Spaß und auch den Kindern hat es gefallen. Nur das Essen ist etwas aus dem Ruder gelaufen, weil manchen Kindern das Essen nicht genug war und zu viel genommen wurde. Aber ok, passiert ;) Insgesamt haben wir 5 Stunden Spiele gespielt und zwischendurch noch etwas Fußball. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und die Kinder haben gefroren. Ausgewählt hatten wir Kinder, die regelmäßig zu unserem Training an der Schule oder in Mondesa kommen. Sie hatten sich diesen besonderen Tag sozusagen verdient. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

 

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